Vergleich der österreichischen (1) Gastfreundschaft mit der afrikanischen (2).
Heini ... ich war viel unterwegs in der Welt, - Autostop, zu Fuß, mit dem Moped und mit dem Fahrrad. Oft war ich auf Hilfe angewiesen, auf kleine Geschenke, auf Akte der Gastfreundschaft.
Irgendwann, es war Mitte der 70-iger Jahre, wollte ich wissen, wie es mir wohl in Österreich erginge, wenn ich hierzulande auf Menschen angewiesen wäre. So ging ich - ohne Geld, ohne Ausweis und fast ohne Gepäck -, meist zu Fuß oder per Autostopp, ein paar Tage durch Österreich.
Ich glaube, es war in der Nähe von Melk, da kam es zu einer ersten Begegnung mit der Polizei. Die Polizei hatte damals den Slogan "Polizei, - dein Freund und Helfer". (Diesen Slogan gab s wirklich) Natürlich wollten sie meinen Ausweis sehen, wollten wissen, ob ich Geld dabei hätte usw ... kein Ausweis, kein Geld ... da wurden sie grantig mit mir. Da es Abend war, meinte ich, sie könnten mich ja - wenigstens für eine Nacht - einsperren. Diesen Gefallen wollten sie mir par tout nicht machen.
So ging ich weiter und weiter. Ich traf freundliche Leute und hin und wieder auch Leute, die weniger freundlich waren. Es war kalt. Dort und da lag noch Schnee. In der Nähe von Bärnkopf im Waldviertel war tiefster Winter. Wenn man flott dahin geht, ist die Kälte nahezu egal. Gegen Abend aber, so dachte ich mir, müsse ich unbedingt ein Quartier auftreiben, - für eine Nacht im Freien war es viel zu kalt.
Es war schon finster, und so klopfte ich bei einem Bauernhaus an ein erleuchtetes Fenster. Sie öffneten die Tür und ... - natürlich waren sie irritiert, als sie mich vor der Tür sahen; noch mehr irritert waren sie, als ich bat, ob ich nicht wenigstens im Heu übernachten dürfe. Nach einigem Zögern begleiteten sie mich zum Heustadel, gaben mir eine Decke und ließen mich im finsteren Stadel zurück. Im Heu wurde mir schnell warm, aber es dauerte nicht lange, da klopfte es, Taschenlampen tauchten auf ... ich war geblendet und konnte nix erkennen ... böse Stimmen "heraus mit dir" ... schon wieder die Polizei: "Ausweis" ... und wieder kein Ausweis, ich wisse auswendig, wer ich bin. Die Polizei, - das könne jeder sagen, warum sollten wir s glauben. Darauf wieder ich: "Wenn ihr es mir nicht glauben wollt, dann könnt ihr ja meinen Vater anrufen." Da nahmen sie mich, fuhren mit mir auf s Polizeirevier, wählten die Telefonnummer meiner Eltern, die ich ihnen diktierte, und fragten meinen Vater, ob ich denn wirklich ich sei. Mein Vater bejahte, und so brachten sie mich wieder zu meinem Nachtquartier, dem Heustadl.
Am nächsten Morgen, die Jungen waren schon außer Haus, gab mir die Altbäurin ein Frühstück und entschuldigte sich für die Polizeiaktion, die die Jungen veranlassten. Sie gab mir noch einen Proviant mit und meinte, früher sei das häufiger vorgekommen, dass Leute um Quartier für eine Nacht gebeten hätten. So wanderte ich, mit interessanter Erfahrung und gutem Proviant beschenkt, weiter.
„Ich bin der Meinung, dass vieles besser gehen würde, wenn man mehr ginge.“ Dieser Satz stammt von Johann Gottfried Seume. 1801 erging er sich diese Erkenntnis bei seiner Wanderung von Preussen nach Syrakus. Mit unseren Schuhen hätte er eine Freude gehabt, denn für richtig weite Wanderungen gibt´s kaum einen besseren Schuh als unsere Waldviertler. Gregor Sieböck ist mit unseren Schuhen mehr als 25.000 km durch die Welt gewandert.
2.
Jetzt der Vergleich: Reinhold und ich waren 1973 ein halbes Jahr mit dem Moped in Afrika unterwegs. Von Tunis bis Tanzania. In der Wüste Sahara haben wir fast immer im Freien übernachtet. Im Norden war es in der Nacht (Februar) eiskalt. Eis im Wasserkanister. Im Süden erlebten wir eine Nacht, in der die Temperatur nie unter 39 Grad fiel ... da konnten wir die ganze Nacht nicht schlafen (diese Hitze ist auch für die Einheimischen hart).
Dann kamen wir nach Schwarzafrika. Ab da waren wir die Nutznießer und Genießer der afrikanischen Gastfreundschaft. Jeden Tag waren wir eingeladen. Jeden Tag bekamen wir ein Quartier für die Nacht. Oft wurden wir behandelt wie Könige, obwohl wir jung, von der Fahrt dreckig und oft keine Sprache zur Verständigung hatten.
Ich bin dankbar, dass ich durch unseren "Afrika-Verein" etwas an Afrika zurückgeben kann/zurückgeben darf. Mit diesem verein sammeln wir Spenden für Afrika, um dort gemeinschaftsfördernden Projekten Rückenwind zu verleihen. In den letzten 15 Jahren durften wir rund 3 Millionen Euro weiterschenken. ... tolle Projekte ... sh. www.gea.at/afrika
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