Angebot zur gemeinsamen Lösungsfindung
Wir sind eine vernetzte Gemeinschaft von Familien, Vereinen, Initiativen, Beschäftigten aus dem Bildungsbereich sowie Unternehmen aus ganz Österreich, insgesamt bisher rund 100.000 Menschen, die Sie mit diesem Brief zu einem Dialog über eine gemeinsame Lösungsfindung für freie und selbstbestimmte Bildungswege der jungen Menschen in unserem Land einladen möchten. Wir sind Menschen, die verantwortungsbewusst am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und denen die Zukunft, das Wohl und die Möglichkeiten der individuellen Potentialentfaltung unserer Kinder am Herzen liegen – weil sie die Zukunft unseres Landes sind!
Mit großem Bedauern stellen wir fest, dass der, im Staatsgrundgesetz dem öffentlichen Schulwesen gleichgestellte, häusliche Unterricht, mit bereits im Jahr 2022 vollzogenen und jetzt neuerlich geplanten Verschärfungen der gesetzlichen Grundlagen1, offenbar so unattraktiv und so ungleich wie möglich gestaltet werden soll.
Dies ist insofern besonders bitter, als Eltern, die junge Menschen im häuslichen Unterricht begleiten, in ganz besonderem Maße ihrer großen Verantwortung als Erziehungsberechtigte nachkommen und für die Qualität der Bildung ihrer Kinder einstehen. Sie agieren mit bestem Wissen und Gewissen zum Wohle ihrer Kinder, da sie als Eltern auch am genauesten wahrnehmen, wie die Potentiale der jungen Menschen optimal gefördert werden können.
Die derzeit laufenden verwaltungsrechtlichen Dauerbestrafungen und angedrohte Entzüge der Obsorge durch die Behörden, in einer in der zweiten Republik noch nie dagewesenen Art und Weise, sowie Verschärfungen bei (Externisten-)Prüfungsgegebenheiten missachten hier sowohl das Kindeswohl als auch die verfassungsrechtlich festgelegte Entscheidungsfreiheit der Eltern und Kinder in Bezug auf Bildung. Eine derartige Vorgehensweise dient weder dazu, Eltern zu überzeugen, noch trägt sie dazu bei, Verständnis seitens der Eltern zu schaffen.
Ungeachtet dessen richten wir in diesem Brief unser Anliegen an Sie alle, mit uns einen offenen und lösungsorientierten Dialog über freie und selbstbestimmte Bildungswege in unserem Land zu starten. Wir verstehen unsere Lösungsansätze dabei als eine ergänzende Möglichkeit, freie und selbstbestimmte Bildungswege neben den bereits bestehenden Bildungsangeboten im öffentlichen oder privaten Schulwesen zu initiieren und zu implementieren.
Warum? Weil wir der Überzeugung sind, dass sowohl angesichts der derzeitigen Situation im österreichischen Schulwesen (Mangel an PädagogInnen, überfüllte Klassen, sinkendes Bildungsniveau, zunehmende Anzahl (psycho-)sozialer Konflikte, etc.), als auch auf Grund des laufenden Wandels von einer Industrie- hin zu einer Wissensgesellschaft2, die Zeit gekommen ist, neben den bereits bestehenden schulischen (Aus-)Bildungsmöglichkeiten auch andere, selbstbestimmte Bildungswege zu entwickeln und zu fördern. Gerade die aktuellen Probleme und Herausforderungen im öffentlichen Bildungssystem und der sich ändernde Bedarf der Wirtschaft an kreativen und eigenverantwortlichen Wissensmitarbeitern zeigen, dass neue Wege der Bildung von Kindern notwendig sind und ebenso zu einer Entlastung des Systems beitragen.
Unser Angebot ist nicht neu: vielmehr gibt es selbstbestimmte Bildungswege bereits in vielen Ländern der Welt, und auch in Österreich hat der Verein Freilerner.at Ihrem Haus bereits am 20.11.2019 ein Positionspapier zum Thema „Alternativen zur Externistenprüfung“3 übergeben.
Aus rechtlicher Sicht basiert unser Angebot primär auf den verfassungsrechtlich verankerten Grundsätzen des Art. 17 Staatsgrundgesetz, dem Gleichheitsgrundsatz sowie Art. 14 GRC. Wir verweisen diesbezüglich auch auf die Ausführungen in der Publikation „Unsere Rechte. Grund- und Freiheitsrechte in Österreich“ der Parlamentsdirektion4. Weiters informieren wir Sie in diesem Zusammenhang darüber, dass derzeit mehr als 180 Beschwerden gemäß Art. 144 B-VG an den Verfassungsgerichtshof gerichtet sind.
Für unser aller lebensbejahendes Wohl, für unsere jungen Menschen und auch für eine weiterführende Entwicklung unseres Landes werden wir den von uns eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen.
Wir reichen Ihnen die Hand und sind bereit und offen für einen wahrhaftigen Dialog, um gemeinsam Lösungen für selbstbestimmte Bildungswege zum höchsten Wohl der jungen Menschen und unseres Landes zu finden!
Mit freundlichen Grüßen
das Team der Plattform freie Bildungswege
Hier können Sie den offenen Brief unterstützen.
Der offene Brief zum Download.
Mehr Macht dem VolkImmer mehr Menschen erkennen, dass Wahlen nicht ausreichen, um an politischen Entscheidungen teilzuhaben. Die Forderung nach mehr Mitbestimmung wächst.Die Corona-Krise zeigte, dass in Zeiten umstrittener Regierungsentscheidungen die Demokratie innerhalb der Gesellschaft aufblüht. Während der vergangenen drei Jahre stieg die Zahl der Volksbegehren und Petitionen, Vereine wurden g...
Über das Buch „Wenn wir wieder wahrnehmen“ von Heike Pourian:Wir müssen anerkennen: Wie sich im Moment das gestaltet, das wir Leben nennen, dient nicht dem Leben. Wenn sich nicht etwas Wesentliches verändert an unserer Kultur, dann wird die Menschheit als kurze Episode in die Geschichte des Lebens a...
Wie die größte Bewegung der Welt entstand, und warum niemand sie kommen sah - aus einer Rede von Paul Hawken, Umweltaktivist, Unternehmer und Autor."Es ist meine Überzeugung, dass wir Teil einer Bewegung sind, die größer, tiefer und weiter ist, als wir selbst es wissen, oder wissen können. Sie ...
Man kann Dinge niemals verändern, indem man die bereits existierende Realität bekämpft. Wenn du etwas verändern willst, erschaffe ein neues Modell, welches das vorhandene obsolet macht und ersetzt. Buckminster Fuller"WIR, souveräne Lebewesen, reines Bewusstsein, reine Liebe, erkennen an, dass d...
Eine Kultur des „Commoning“In Peru, nahe Cusco, der einstigen Hauptstadt der Inka, werden seit 7000 Jahren Kartoffeln kultiviert. 6 Dorfgemeinschaften haben dort im „Heiligen Tal der Inka“ (Pisaq) den „Kartoffelpark“ geschaffen, eine agroökologische Gemeinschaft jenseits marktorientierter Logik,...
In Peru, nahe Cusco, der einstigen Hauptstadt der Inka, werden seit 7000 Jahren Kartoffeln kultiviert. 6 Dorfgemeinschaften haben dort im „Heiligen Tal der Inka“ (Pisaq) den „Kartoffelpark“ geschaffen, eine agroökologische Gemeinschaft jenseits marktorientierter Logik, die dem Schutz der Biovielfalt...
Nipun Mehta ist Mitbegründer des Begriffs »Giftivism«, einem Kunstwort aus Gift (Geschenk) und Activism. Seine Karriere begann im Silicon Valley, wo er noch während seines Studiums als Softwareentwickler bei Sun Microsystems begann. Ende der 90er-Jahre, am Höhepunkt der ersten Dot-Com-Ära, entwickel...
Wie könnte die Friedensbewegung gewinnen?Liebe Freunde in aller Welt, der Kampf um Standing Rock ist wohl vorerst beendet. Die Ölindustrie hat mit Hilfe von Donald Trump und einigen Banken ihre Interessen durchgesetzt, die Pipelines wurden gebaut. (Anm. d. Meiga Verlags: Allerdings ist bis heute ...
Eryn Wise protestierte 2016 im Standing Rock Reservat in North Dakota gegen den Bau der Dakota Access Pipeline. Die Pipeline sollte direkt unter den Missouri River, die einzige Wasserversorgung des Standing Rock Sioux Stammes, gebaut werden. Unter dem Motto »Wasser ist Leben, Mni wiconi« entwickelte...
Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Restaurant in dem die Speisekarte keine Preise enthält, Sie werden bekocht und herzlich umsorgt. Anschließend erhalten Sie die Rechnung und der Betrag ist Null. Eine Fußnote weist Sie darauf hin, dass ihre Rechnung von einem Menschen bezahlt wurde, der vor ...