Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
Brennstoff Nr. 39 | Heini Staudinger | 10.07.2026

Jetzt wollen sie mein Geschäft in Wien aufbrechen! Sie? Der Gerichtsvollzieher im Auftrag der FMA ( Moreau sagt zur FinanzMarktAufsicht immer: die Ban kenschutzbehörde FMA)

Warum das Geschäft aufbrechen? Weil ich nicht bereit war / bin, meine 2.626,— Euro Strafe zu zahlen. Deshalb wollte die FMA die Summe per Gerichtsvollzieher eintreiben. Unsere GEA-Geschäfte sind jeden Tag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Er kam offenbar vor 10 Uhr. Nun droht er schriftlich » ... müssen Sie mit einer zwangsweisen Öffnung der Räumlichkeiten und Pfändungsvollzug auch in Ihrer Abwesen heit rechnen.«

Strafe wofür? Ehrlich gesagt ... ich weiß es nicht mehr. Mir fehlt in dieser Sache jedes Unrechtsbewusstsein. Dass uns rund 200 FreundInnen rund 3 Millionen Euro geborgt haben, betrachte ich nach wie vor als ein großes Glück. Denn mit diesem Geld konnten wir unsere Firma (GEA/Wald viertler) hervorragend entwickeln. Innerhalb von nur 10 Jahren entstanden mehr als 200 neue Arbeitsplätze, davon allein in der Krisenregion Wald viertel mehr als 140.

DAS MACHT DOCH SINN ! Diese Privatdarlehen haben wir unter dem Druck der FMA in sog. Nachrangsdarlehen umgewandelt. So danke ich unseren GeldgeberInnen, dass sie all diese Mühen mitgemacht haben.

Es macht aber WENIG bis KEINEN SINN, Klein- und Mittelbe triebe (die wichtigsten Arbeit ge ber des Lan des) zu schikanieren und zu strafen, denn in Öster reich sind 407.000 Menschen arbeitslos (der höchste Novem ber-Wert der Zweiten Repu blik). Wir brauchen hunderte solcher Firmen, die Arbeits plätze schaffen und dafür brauchen wir faire Rahmenbedingungen.

18 Milliarden Euro ist der Schaden allein aus dem Skandal der HYPO-ALPE-ADRIA-Bank (die Bayerische Landesbank war mit im Boot. Auf 10 Jahre umgerechnet macht das einen Schaden von 200.000 Euro pro Stunde ( zum Nachrechnen: 1 Jahr hat knapp 9.000 Stunden, 10 Jahre 90.000, 90.000 mal 200.000 ergeben 18 Milliarden).

Sie sagen, diese 18 Milliarden seien verloren. Drum muss der Staat, sprich wir, zahlen. Ich sage, diese 18 Milliarden sind nicht verloren. Die sind nur woanders.

Wo war die FMA? Wo ist die FMA? Anstatt diese Milliarden zurückzuholen, wollen sie kleine Fische wie mich strafen. Mit solchen Metho den werden wir die ernsten Probleme unserer Gesellschaft nicht lösen: > 407.000 Arbeitslose; > immer mehr »kleine« Firmen gehen kaputt unter der Last unsinniger Verordnungen und unfairer Rahmenbedin gungen. Anstatt die Hypo-Milliarden zurückzuholen, wollen sie mich strafen und unsere Geschäfts türen auf brechen, um Ware im Wert der Strafe mitzunehmen.

Stoppt diesen Unsinn! Ja, stoppt ihn: macht endlich Schluss mit der skandalösen de facto Steuerfreiheit für Amazon, Ikea, Apple, Microsoft, Starbucks, Google, Nike und wie sie alle heißen. Hört auf, die Konzerne mit Steuer privilegien zu verwöhnen, während ihr bei den Kleinen erbarmungslose Steuereintreiber seid.

Lasst uns unsere Energien sammeln zum Auf bau einer lebensbejahenden Gesellschaft.

Das meint im Ernst euer Heini Staudinger

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Heini Staudinger

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