Die Andechser Molkerei Scheitz ist ein Familienbetrieb in Oberbayern, sehr idyllisch gelegen zwischen dem Starnberger See und dem Ammersee. Das Produktsortiment aus Andechs ist rundum bio und reicht vom sämig-feinen Jogurt über fruchtig-frische Molkedrinks bis hin zum herzhaften Käseschmankerl und einer feinen Auswahl an Ziegenmilchprodukten.
Anno 1903 haben Altvordere der Familie Scheitz im Dorf Andechs den Grundstein für die Molkerei gelegt. War einst gemolkene Milch »natürlich natürlich«, so hat sich vor mehr als 30 Jahren der Molkereimeister und Öko-Pionier Georg Scheitz entschlossen – entgegen des damals herrschenden Industrialisie rungstrends – seinen ökologischen Weg nicht zu verlassen und seine Milch »natürlich« zu belassen.
Verantwortung als Unternehmensmaxime
Mit allen Lebensräumen und Umweltgütern ökologisch zu arbeiten – diese Maxime ist bis heute die Grundlage des Wirtschaftens der Andechser Molkerei Scheitz. Mit ethisch begründetem Verantwortungsgefühl und größtem Respekt gegenüber der Umwelt verpflichten sich »die Andechser« mit ihren Leitsätzen auf das jeweils bestmögliche umweltverträgliche Handeln.
Beste Rohstoffe für ausgezeichnete Qualität
Die ANDECHSER NATUR Bio-Produkte werden - getreu dem Credo »Natürliches natürlich belassen« – ausschließlich aus besten Rohstoffen, ohne künstliche Zusatzstoffe, ohne Aromen und ohne gentechnisch veränderte Substanzen von biologisch wirtschaftenden Partner-Betrieben natürlich erzeugt. Die Veredelung der Rohmilch wird naturerhaltend und schonend mit handwerklicher Meisterschaft, höchstmöglicher Produktsicherheit und Transparenz hergestellt.
Das Ergebnis sind qualitativ erstrangige, vertrauenswürdige und köstliche Bio-Molkereiprodukte, allesamt ausgezeichnet mit dem Bioland-Siegel. Die Rohmilch dafür stammt von 630 verbandszertifizierten Bio-Milchlieferanten aus Oberbayern, mit denen die Molkerei »auf Augenhöhe« zusammenarbeitet.
A faire Milch: Die couragierte Initiative gegen Bauernsterben und Milchkartelle
Die österreichische Milchproduktion ist in ihrer Vielfalt, Kleinheit, Nachhaltigkeit und Bäuerlichkeit einzigartig in Europa. Doch auch hier werden die Weichen immer mehr in Richtung Wachstum und Industrialisierung gestellt. Dem wollten eine Handvoll couragierter österreichischer Bauern und Bäuerinnen, auch unter Berücksichtigung des Rechts auf Ernährungssouveränität in den Entwicklungsländern, mit »A faire Milch« ein Pendant setzen. 2003 reagierten sie mit der Gründung des »Vereins der österreichischen Grünland- und Rinder bauern« als eine selbstständige, unabhängige Interessensgemeinschaft für Milch auf die katastrophal niedrigen Rohmilchpreise. Es begann eine wahre Tournee von Demonstrati onen vor Supermärkten, Milchgenossenschaften, Landwirtschaftskammern, Bauernbund und Parlament, und dabei war nicht zu übersehen: Die Milchbauern und -bäuerinnen sind ohne schlagkräftige Interessensvertretung zweifellos das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette. Zweimal täglich seine Kühe zu melken und die Bewältigung eines strapaziösen Lebens- und Arbeitsalltags auf dem Bauernhof, wird den kleinen Milchbauern mit drückend niedrigen Milchpreisen und immer schlechter werdenden Rahmenbedingungen honoriert. Den aufsässigen Milchbauern war klar, dass nur durch Eigeninitiative diese Umstände verändert werden können, wie schwierig das auch immer sein würde. Der gnadenlose Preiskampf des Lebensmittelhandels und die Schwäche der Molkereigenossenschaften, hat in den letzten Jahren tausende bäuerliche Betriebe veranlasst, ihre Höfe zu schließen. Große Regionen in Österreich sind durch Abwanderung und Verwaldung ernsthaft bedroht, während in günstigen Lagen die Betriebe in großen Wachstumsschritten ihrer neuen Zukunft mit Massentierhaltungen und Verschuldung entgegeneilen. Genauso betroffen von dieser Entwicklung sind auch das Lebensmittelhandwerk und die dörflichen Strukturen. Vor diesem Hintergrund und überzeugt von der Wichtigkeit der Fairtrade-Initiative, haben die aufsässigen Milchbauern 2006 den Entschluss gefasst mit der Marke »A faire Milch« diesen Entwicklungen entgegenzutreten. »A faire Milch« und bald auch »A faire Butter« sind das Gegenstück zu Preishämmern und Tiefpreislatten und deren zerstörerischen Folgen. »A faire Milch« wird von Milchbauern in ganz Österreich produziert. Sie bekommen für das Kilogramm Milch faire 10 Cent mehr, und diese bescheidenen 10 Cent mehr pro Kilogramm Milch bewirken einen gesunden Mehrwert, eine faire Zukunftschance und helfen zudem die Zukunft der heimischen Qualitätsproduktion zu sichern. Jeder und jede kann bei diesem Fairplay mitmachen, ob als Konsument oder Produzent.