DIE BRINGST DU INS GEFÄNGNIS
Und alle andern, die in diese Töpfe fassen und die du dabei erwischst, die bringst du ins Gefängnis. Das ist ganz einfach.“
Andreas Englisch, Vatikan Kenner - anlässlich des 80. Geburtstags von Papst Franziskus auf 3nach9
JETZT WIRD DOCH NOCH ALLES GUT
...der demütigste aller Straßenpfarrer dieser Welt, mein Freund Bischof Kelvin Felix, sollte Kardinal werden. Und auch ich konnte es nicht fassen. An die Spitze der Kirche, in das Kollegium der Kardinäle, sollte damit ein Mann gehievt werden, der von ganz, ganz unten kam. Ich bin sicher kein besonders guter Katholik, und ich habe lange mit der katholischen Kirche gehadert, aber nach dieser Entscheidung dachte ich: Jetzt wird doch noch alles gut. Ich glaubte den Geist des Zimmermannssohns aus Nazareth, der sein Leben lang barfuß gegangen war, weil er es ablehnte, Schuhe zu tragen, mitten im Vatikan zu spüren.
ES LOHNT SICH
Wir müssen wieder spüren, dass wir einander brauchen, dass wir eine Verantwortung für die anderen und für die Welt haben und dass es sich lohnt, gut und ehrlich zu sein. Wir haben schon sehr viel Zeit moralischen Verfalls verstreichen lassen, indem wir die Ethik, die Güte, den Glauben und die Ehrlichkeit bespöttelt haben, und es ist der Moment gekommen zu merken, dass diese fröhliche Oberflächlichkeit uns wenig genützt hat. Diese Zerstörung jeder Grudlage des Gesellschaftslebens bringt uns schließlich um der Wahrung der jeweils eigenen Interessen willen gegeneinander auf, lässt neue Formen von Gewalt und Grausamkeit aufkommen und verhindert die Entwicklung einer wahren Kultur des Umweltschutzes.
Quelle: Laudato si, Abschnitt 229
DIE REICHEN - DAS GRÖSSTE RISIKO
18.06.2015 - Papst Franziskus’ lang erwartete Enzyklika „Laudato Si“ zu Ungleichheit und Umweltschutz spiegelt nicht nur religiöse Einsichten sondern auch die Erkenntnisse der Klimawissenschaft. „Nicht die Armen, sondern die Reichen verursachen die größten Risiken für unseren Planeten, und letztlich für die Menschheit“, sagte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, heute im Vatikan bei der Vorstellung der Enzyklika. „Gerade die Armen, die am wenigsten profitiert haben von der Ausbeutung der fossilen Ressourcen und die am wenigsten beitragen zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen, werden von den Folgen der globalen Erwärmung am härtesten getroffen – es sei denn, wir reduzieren rasch die Emissionen.“ Schellnhuber ist der einzige Wissenschaftler, der eingeladen wurde, an der Seite von Kardinal Peter Turkson in Rom zu sprechen. Quelle: www.deutsches-klima-konsortium.de
Ich lade dringlich zu einem neuen Dialog ein über die Art und Weise, wie wir die Zukunft unseres Planeten gestalten. Wir brauchen ein Gespräch, das uns alle zusammenführt, denn die Herausforderung der Umweltsituation, die wir erleben, und ihre menschlichen Wurzeln interessieren und betreffen uns alle. Franziskus