Fight the fever...
Fight the fever...
Brennstoff Nr. 65 | Heini Staudinger | 17.01.2024 | 3 Minuten

... „Bekämpfe das Fieber“ - Dawa * at your doorstep

Zwölf Kinder geboren

Pauls Mama hat zwölf Kinder zur Welt gebracht. Die ersten sechs starben an Malaria. Sie starben, obwohl Mama das wenige verfügbare Geld für Medizin, für Ärzte und für´s Spital ausgegeben hat. Und doch wurde keines fünf Jahre alt. Erst dann lernte sie das Heilkraut Artemisia kennen. Mama brachte dann noch einmal sechs Kinder zur Welt. Alle sechs überlebten. Sie überlebten dank Artemisia. Paul ist von diesen sechs, der erste überlebende. Die beiden am Bild Links sind Paul und sein Mama.

Paul, DER fighter against the fever!

Bei meiner letzten Afrika Reise wusste Paul ungefähr, wann wir in Sondu ankommen würden. Er ging uns zwei Stunden entgegen, weil er uns von oben den Blick ins unglaublich schöne Sondu-Tal zeigen wollte. Dabei erklärte er uns, dass hier während der Regenzeit bis zu 30 % der Bevölkerung an Malaria erkrankten. Als ersters überlebendes Kind seiner Mutter tut er alles, was in seinen Kräften steht, dem Fieber, der Malaria, den Kampf anzusagen. Und wie?

Ein Garten voller Artemisia annua

Paul tut alles, was es braucht. Artemisia, ein Beifußgewächs, ist eine vollkommen unempfindliche Pflanze. Es wächst wie Unkraut (auch in unserem Garten hier im Waldviertel), und doch ist es so, dass sie die Trockenzeit nur überlebt, wenn sie genug Wasser bekommt. Also wässert Paul den Boden, kümmert sich um jede Pflanze, sammelt die Samen und zieht Setzlinge, die er in der ganzen Umgebung verschenkt. Er unterrichtet die ganze Umgebung über die Heilkraft von Artemisia, denn er weiß, wie kaum ein anderer, dass Artemisia DAS Mittel ist, welches der Malaria die tödliche Kraft nimmt. Allein in Afrika sterben mehr als eine halbe Million Menschen Jahr für Jahr an Malaria. Drum unterstützen wir Paul und die Organisation

FIGHT THE FEVER

Dawa at your doorstep - Medizin vor deiner Tür

Dawa ist das Kisuahili-Wort für Medizin. Wenn es die notwendige Medizin gleich vor der Tür im Garten gibt, dann hat das für viele Familien einen hohen Nutzen, weil sie sich die ärztliche Versorgung ganz einfach nicht leisten können. Artemisia annua, der einjährige Beifuß, und Artemisia affra, die zwei sind die stärksten Heilkräuter unter den Beifuß gewächsen. Beide sind auf dem afrikanischen Kontinent heimisch. Sie dürfen im Garten vor der Tür nicht fehlen.

Seit 2500 Jahren - erfolgreiche Medizin

Der einjährige Beifuss, Artemisia annua, ist in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrtausenden im Einsatz. Im Jahr 2015 wurde der chinesischen Forscherin Youyou Tu der Nobelpreis für Medizin verliehen, weil sie mit modernen Methoden die Wirksamkeit von Artemisia nachweisen konnte. Sie folgte dabei einem 2.500 Jahre alten Heilkräuterbuch der alten chinesischen Medizin, die heute auch im Westen als TCM mehr und mehr Anerkennung findet (TCM steht für Traditionelle Chinesische Medizin).

Beifuß, Artemisia, Wermutkraut

Die Heilpflanze ist unter vielen Namen bekannt. Der Beifuß hat eine reiche Geschichte in der traditionellen Medizin und wird auch in der Küche und der Aromatherapie geschätzt. Als Synonym wird er oft „Artemisia“ genannt, nach der griechischen Göttin Artemis, die als Schutzpatronin der Natur gilt.

Seine Verwendung reicht von der Linderung von Magen-Darm-Beschwerden bis hin zur Unterstützung des Immunsystems.

* Dawa ist das Kisuahili-Wort für Medizin

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