Brennstoff: Ökostrom
Von Marion Kaar
Unsere falsche, umweltzerstörende Energiepolitik ist eine der größten Gefahren für die Zukunft der Menschheit. Der sorgsamere Umgang mit unserer Umwelt ist der einzige Weg in eine gesunde (Energie-) Zukunft. Unser Leitsatz kann nur heißen: Wirtschaften mit der Natur, nicht gegen sie. Das gilt in hohem Maß auch für die Erzeugung von Strom.
Die globale Klimaerwärmung und die Verknappung fossiler Brennstoffe sind Themen, die wortwörtlich unter den Nägeln brennen. Trotzdem wird vor allem in den Industriestaaten immer mehr treibhauswirksames Kohlendioxid ausgestoßen. Auch Atomkraftwerke werden das globale Klima- und Energieproblem nicht lösen. Die Atomkraftnutzung birgt ständig Gefahr in sich – von der Gewinnung radioaktiven Materials bis zu dessen Endlagerung. Die Folgekosten eines Reaktorunfalls sind immens hoch und müssen von der Allgemeinheit getragen werden. Da die sogenannten Umweltfolgekosten nicht von den Kraftwerksbetreibern bezahlt werden müssen, kann Atomstrom ebenso wie Strom aus fossilen Brennstoffen verhältnismäßig billig produziert werden. Die kurzfristige „Geiz ist geil“ – Mentalität greift also auch beim Strom um sich: Die meisten österreichischen Energieversorgungs-Unternehmen kaufen billigen Atom- oder fossilen Strom auf europäischen Strombörsen zu. Und auch die StromkonsumentInnen wählen ihren Stromversorger oft nur nach dem billigsten Preis aus.
Allen, die sich nicht der Verführung zum Billigen hingeben möchten, sondern auch beim Stromeinkauf bewusst nachhaltig entscheiden, bietet die oekostrom AG eine Alternative. Ulfert Höhne hat das Unternehmen vor sechs Jahren mit dem Ziel gegründet, im liberalisierten Markt sauberen Strom für mündige KonsumentInnen anzubieten und erneuerbare Energien auszubauen. Heute betreibt das Unternehmen Windparks, Biogas- und Solaranlagen und beliefert mehr als 6.000 Kunden, darunter auch die Waldviertler Schuhwerkstatt mit oekostrom®.
„Jeder in Österreich kann rasch und einfach seinen persönlichen Ausstieg aus Klimazerstörung und Atomkraftnutzung vollziehen, indem er/sie sich für Ökostrom entscheidet. Wer zur oekostrom AG wechselt, bezahlt mit seiner Stromrechnung nur noch Strom aus Wind, Sonne, Biomasse und Kleinwasserkraft“, so Ulfert Höhne. Damit die KundInnen auch ganz sicher sein können, dass sie erhalten, was sie bestellen, unterwirft sich das Unternehmen strengen Kontrollen durch das österreichische Forschungs- und Prüfzentrum arsenal research. Der geringfügige Mehrpreis für oekostrom® kann durch energiesparende Maßnahmen, wie etwa durch den Einsatz einer Energiesparlampe leicht wieder wettgemacht werden. Und es ist ein gutes Gefühl, mit seiner Stromrechnung keine Atomkraft- und Kohlekraftwerke mehr zu finanzieren, sondern neue Ökokraftwerke zu fördern. Der Umstieg auf oekostrom® ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber einer mit globalem Erfolg.