Auschwitz und die Auschwitz-Lüge
DER »ZUFALL« spielte mir heuer zwei Bücher in die Hand, die mich sehr, sehr fesselten. Vom ersteren Buch, »Auschwitz und die ›Auschwitz-Lüge‹«, schickte mir der Autor Till Bastian Fotokopien vom Fahnensatz mit der Bitte, die Neuauf lage dieses Buches in unserem GEA-brennstoff anzukündigen. Ich fing gar nicht gern zu lesen an. Schrecken vor dem Schrecken. Doch bald nahm mich dieses Buch in seinen Bann. Natürlich wusste ich von Auschwitz. Ich wusste auch von denen, die Auschwitz bis heute leugnen. Trotzdem war mir das alles relativ fern. Dieses Buch jedoch bringt Auschwitz nahe. Es lässt uns in eine grauenvolle Dunkelheit schauen.
Man kann es nicht und will es nicht begreifen, warum diese ungeheure Möglichkeit im Menschen steckt. Und doch schlummert sie ... wo? ... in unserer Brust? ... in jedem Menschen? ... Dunkelheit und Licht!? Beide sind in uns. Ja. Es ist nicht lustig, dort hinzuschauen. Doch da unten, in der Tiefe unserer Seele, da liegt ein Weg. Die von mir hochgeschätzte Tiefenpsychologin Ute Karin Höllrigl (sie ist auch GEA-Seminarleiterin) meint, es sei die Aufgabe eines jeden Menschen, auf seinem Lebensweg das Dunkle in seiner Brust ins Helle zu transformieren. Das Dunkle zu leugnen macht es erst recht mächtig.
Seinen Brief an mich schloss Till Bastian so: »Jedenfalls freue ich mich sehr über jede Unterstützung (diese Neuauflage bekannt zu machen), »denn wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart« (Richard von Weizsäcker ). Lieber Till, deiner Bitte komm’ ich gerne nach, denn dein Anliegen ist auch meines. Euch LeserInnen möchte ich noch auf den Schlusssatz von Till Bastians Buch »Seelenleben« aufmerksam machen ... »die Welt so zu gestalten, dass man in ihr einen Platz finden möchte« – das ist unsere Aufgabe. Die da oben machen das nicht für uns. Drum ... Heini
Vertrauen entsteht, wenn wir sagen, was wir meinen
»GERADLINIG« SEIN: Das bedeutet, ohne Umschweife und ohne Schönfär berei oder Schmeicheleien auszudrücken, was man meint. Dazu gehört ein geradliniger Geist. Ein Mensch, der nicht geradlinig denken kann, wird es sehr schwer haben damit. Es ist eine Fertigkeit und muss durch aufmerksames Beobachten des Geistes kultiviert werden. Weiß man, dass jemand geradeheraus ist, ist es einfach, sich auf diesen Menschen zu verlassen. Wir wissen, dass er sagt, was er meint. Wir brauchen nicht zu rätseln, was er gemeint haben könnte. Solch einem Menschen können wir vertrauen. Vertrauenswürdigkeit unterstützt friedliche Beziehungen. Würden die Menschen einander mehr vertrauen und sich des Vertrauens würdig erweisen, gäbe es weit weniger Verwirrung in den men schlichen Beziehungen. Ayya Khema