Zeichen der Verbundenheit: Wir sind eine Menschheitsfamilie
Zeichen der Verbundenheit: Wir sind eine Menschheitsfamilie
Heini Staudinger | 18.01.2024 | 3 Minuten

„Wir sind eine Menschheitsfamilie!“ Dies zu erkennen und danach zu handeln wäre/ist! die Lösung vieler drängender Probleme und Krisen.

Ich habe mit eigenen Augen die Flüchtlingslager in Süditalien gesehen, wo schwarzafrikanische Flüchtlinge in der Landwirtschaft wie Sklaven gehalten werden. Der Einsatz von Sklaven schafft im Preiswettbewerb einen Vorteil, mit dem Ergebnis, dass die Tomaten aus dieser Region ganz Europa überschwemmen. Die Überschüsse werden zu Dumpingpreisen nach West-Afrika exportiert und ruinieren dort die regionale Landwirtschaft.

Fluchtursachen bekämpfen, nicht Flüchtlinge

Zu den wichtigsten Fluchtursachen gehören der Klimawandel, der unfaire Wettbewerb und perverserweise der Reichtum an Bodenschätze (allein im Kongo sechs Millionen Tote im Wirtschaftskrieg um Bodenschätze).

„Wir sind eine Menschheitsfamilie“. Als Zeichen unserer Verbundenheit unterstützen wir in Afrika Projekte der Hoffnung. Im Laufe der letzten 15 Jahre gelang es uns, mehr als 3 Millionen Euro Spendengelder einzusammeln. Damit konnten wir Projekte unterstützen, die der Gemeinschaft dienen und nützen.

Hans Rauscher kommt seit mehr als 30 Jahren regelmäßig in den Süd-Sudan. Immer wieder konnte er beobachten, wie Großprojekte der Internationalen Entwicklungshilfe oft „irgendwo“ versanden, während Kleinprojekte fast immer erfolgreich sind, besonders dann, wenn darin Menschen die Verantwortung tragen, die selber, ungeachtet der Hilfe, all ihre Kraft, ihre Energie und ihre Liebe in eine gute Entwicklung ihrer Gemeinschaft, ihrer Region investieren. Ernährungssouveränität, Gesundheit, Bildung und Frieden stehen dabei im Mittelpunkt ... Hilfe zur Selbsthilfe hilft immer. In diesem Sinne setzen wir Dein/Euer Spendengeld ein. Danke. Danke - vor allem im Namen der Menschen, die dort vor Ort versuchen, dass „es“ daheim besser wird.

Drum noch einmal:

Fluchtursachen bekämpfen und nicht Flüchtlinge.

Süd-Sudan

Bei den jetzigen Konflikten im Sudan ist der Süden nicht involviert. Mit unserer Verbindungs- und Vertrauensperson Hans Rauscher haben wir immer wieder Projekte im Südsudan unterstützt. Eines meiner Lieblingsprojekte ist das „Friedensdorf Kuron“. Immer wieder und immer wieder beharrlich - gegen den Krieg und für die Menschen. Gartenbau, Werkstätten und Bildung können alle brauchen. Bei gerechter Verteilung dient das alles dem Frieden. So ist das überall. Das Friedensdorf Kuron lebt es vor. Auch uns.

Kenya – Oskar Schings

Oskar arbeitet als Lehrer, Maurer und Hilfsarbeiter an dieser Schule im südlichen Kenya. Die Regierung drohte mit Schließung der Schule, wenn nicht gewisse Mindeststandards erfüllt würden. Die Bereitschaft diese zu erfüllen war da, allerdings fehlte das Geld. Wir konnten helfen. Dank Euch.

Mali – Saatgut

Ein unglaublich wichtiges Projekt. Das Hybridsaatgut der Agrokonzerne hat mit falschen Versprechungen samenfestes Saatgut fast zur Gänze verdrängt. Jetzt sind alle abhängig. Der Weg zurück - aus dieser Abhängigkeit in die Unabhängigkeit - ist steinig. Und doch ist es so: Engagement und Leidenschaft macht Unmögliches möglich.

Ich war dort und habe es mit eigenen Augen gesehen wie Tristan Toe diesen harten, steinigen Boden bearbeitet. Innerhalb kürzester Zeit gab es Gemüse zu ernten, ... und bald auch Samen. Mir ist die Spucke weggeblieben. Ich bin stolz darauf, dass wir dieses höchst sinnvolle Projekt unterstützen dürfen/können. Wir unterstützen ausschließlich Projekte, wo wir eine/n vertrauenswürdige/n Verantwortungsträger/in persönlich kennen. Kleine Projekte sind fast immer erfolgreicher. Die Ziele werden von der ganzen Gruppe getragen.

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