Wirtschaften geht jetzt auch gemeinsinnig

Was dem einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.
—FRIEDRICH WILHELM RAIFFEISEN

 

Pünktlich zum Raiffeisen-Jahr 2018 steht unsere Ge­nos­sen­schaft GEA MAMA EG in den Startlöchern. Seit dem Jahr 2004 haben wir die Idee verfolgt, unsere Firmen, GEA und die Waldviertler Werkstätten, in eine Genossenschaft umzuwandeln bzw. genossenschaftlich zu organisieren. Der Wunsch war unbefangen und redlich. Auf dem Weg zum Ziel haben wir uns oft gewundert, wie viele Schwierigkeiten diesen Weg säumten. Nun ist das Eis endlich gebrochen.

Wir mussten zuerst unseren eigenen Genossenschafts­verband RÜCKENWIND gründen und konnten erst dann die GEA MAMA EG erfolgreich ins Firmenbuch eintragen. Wir sind der festen Überzeugung, dass ein gutes Unternehmen eine Veranstaltung von Menschen für Menschen ist – in beide Richtungen: Kunden er­hal­ten gute Produkte, gleichzeitig sind sie, die Kunden, die wichtigsten Arbeitgeber für eine sinnvolle Arbeit. Eine sinnspendende, dienende Arbeit, ordentliche, lang­lebige Produkte und faire Kunden – das ist das Strick­muster gemeinsinniger Wirtschaft.

In diesem Sinne soll unsere GEA MAMA das Zentrum des GEA Universums bilden und unseren Mitarbeitern, Kunden, Partnern, Freunden und Förderern eine lebendige Kooperative und eine Alternative zum zerstörerischen Mainstream sein. Mensch und Natur stehen im Zen­­trum, nicht das Kapital. Die demokratische Ent­schei­dung verantwortungstragender, liebender Men­schen soll den Weg bestimmen und nicht die Mehrheit des Kapitals. Ein Wirtschaften gegen die Natur ist hirnrissig. Wirtschaft muss Natur und Mensch leben lassen, denn ohne sie hat alles keinen Sinn.

Mit der GEA MAMA und ihren Töchtern wollen wir mit einem ausgewogenen Branchenmix eine hohe Sta­bilität erreichen und so auch unseren Darlehensge­ber­Innen und unseren zukünftigen Genossenschaftsmit­gliedern möglichst viel Sicherheit bieten. Wir machen heute schon Schuhe, Taschen und Möbel, wir betreiben die GEA Akademie mit ihren Seminaren und dem da­zugehörigen Beherbergungsbetrieb, unsere Firmenge­bäude bieten unseren Aktivitäten Platz – außerdem stel­len sie einen Vermögenswert dar, der die uns von Freunden gewährten Nachrangdarlehen sichert.

In Zukunft sollen vielleicht auch noch Energie und Landwirtschaft eine Rolle spielen. Die Vielfalt ist immer krisensicherer als die Monokultur. In diesem Wissen wollen wir uns um ein kooperatives Miteinan­der be­mühen.

Wenn du mehr Informationen zur GEA MAMA EG willst und GenossenschafterIn werden möchtest, schreib uns einfach an: mama@gea.at

VIVA LA COOPERATION!


TIPP
GEA Akademie, Kurs 39
Die Welt der Genossenschaften Einführungsseminar
Kursleitung: Karl Staudinger und Christian Pomper

Termin 1: MI 4. April, 13 Uhr, bis DO 5. April 2018, 18 Uhr
Termin 2: MI 20. Juni, 13 Uhr, bis DO 21. Juni 2018, 18 Uhr

Info und Anmeldung


Wir suchen!

Für diesen Weg in eine »andere« Wirtschaft (wir nennen diesen Weg The Grand Transformation) brauchen wir etliche kompetente und engagierte Menschen, die uns helfen, diese Reise zu gestalten.

Drum suchen wir für die Entwick­lung der Teams, der Talente und des kooperativen Geistes eine/n Director for Human Resources (so nennt man diese Position auf modern).

Für den Vertrieb und für den Einkauf suchen wir für leitende Aufgaben Leute mit fachlicher Erfahrung.

Außerdem sucht unsere Geschäftsführung eine/n Assistentin/-en und unser Buchhaltungsteam sucht eine Verstärkung.

Werde Teil des GEA Teams und seiner Vielfalt.

Bewerbungen von Menschen mit Behinderung sind ausdrücklich erwünscht!

Mehr Informationen zur Bewerbung gibt es auf www.gea.at/jobs

 

Weiterführendes zum Thema

Artikel dieser Ausgabe
EditorialHeini Staudinger

Ausgabe 51

2 Minuten

EssayUrsula Baatz

#metoo

3 Minuten

EssayHuhki Henri Quelcun

Null Toleranz für Selbstentmächtigung

4 Minuten

Short CutsGene Sharp

Die Fabel vom Affenmeister

2 Minuten

RedeMilo Rau

Die Rückeroberung der Zukunft

22 Minuten

InterviewHumberto Maturana und Bernhard Pörksen

Die Ohnmacht der Macht

9 Minuten

BuchrezensionAlexander Behr

Der »Seneca-Kollaps« unserer Gesellschaft

6 Minuten

BuchrezensionAlexander Behr

Wenn Entwicklungshilfe dem Grenzschutz dient

5 Minuten

Short CutsVirginia Satir

Mein Bekenntnis zur Selbstachtung

3 Minuten

Short CutsMarianne Williamson

Unsere tiefste Angst

1 Minute

GEA MAMAChristian Pomper

Wirtschaften geht jetzt auch gemeinsinnig

3 Minuten

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