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„Die Wiederbegrünung der Welt“ … mit deiner Hilfe?! / Zusammen sind wir stark.

Es ist unglaublich, mit welch brennender Leidenschaft Bernhard Wagenknecht seine Wiederaufforstungsprogramme im südlichen Kenya vorantreibt. Bernhard ist Lehrer an der Gartenbauschule Schönbrunn. Übern Kirchenchor in Wien hat er einen afrikanischen Geistlichen kennengelernt; dieser erzählte ihm von der geschundenen Natur in seiner Heimat. Bernhard fing Feuer und befasste sich intensiv mit der Problematik. Jetzt weiß er nahezu „alles“ über die Vegetation dieser Gegend. Mit Freude und Begeisterung gibt er sein Wissen weiter und unterstützt die Projektgruppe „badilisha“, wo er nur kann.

Badilisha, so heißt Wandel auf Kisuahili und so heißt auch Bernhards Projekt auf Rusinga Island, einer 42 km² großen Insel im Viktoriasee. Dort ist Wandel bitter nötig. Abholzung, Erosion und oben drauf noch der Klimawandel ruinieren die letzten brauchbaren Böden. (Achtung: Dies ist vielerorts eine Haupt- Fluchtursache!) Auf Rusinga Island ist die Lage besonders dramatisch. Die meisten der rund 25.000 Menschen leben vom Fischfang. Dieser bringt immer weniger Ertrag und drum sollen die Böden noch mehr hergeben. Die ursprünglich bewaldete Insel ist weitgehend kahl, die Quellen sind versiegt, die Verwüstung ist immens.

Nun geht’s darum, den Wald zurückzubringen. Bernhard schildert die enormen Anstrengungen, die dazu nötig sind. Zuallererst muss die Begeisterung zur Selbsthilfe geweckt werden (das wäre bei uns oft ganz und gar nicht leicht); erst dann geht’s los:
• Den bestehenden Wald schützen (15 Waldhüter passen auf, dass kein lebendes Pflanzenmaterial als Brennholz entnommen wird.)
• Aufklärungsarbeit und Bewusstseinsbildung
• Den Bedarf an Brennholz reduzieren
• Einkommensalternativen schaffen
• Mikrofinanz-Systeme für Frauengruppen beginnen zu wirken
• Erosion bekämpfen
• Einfache Sperren errichten, die das Wasser abbremsen, den mitgetragenen Boden zurückhalten und dafür sorgen, dass das Wasser versickert und nicht die Hänge hinabschießt. So können die Quellen hoffentlich wieder zum Leben erweckt werden.
• Aufforstung: zigtausende selbst herangezogene Sämlinge wurden schon ausgepflanzt.
• Kritische und wichtige Flächen einzäunen. Das ist teuer, aber notwendig.
• Ganzjähriger Gartenbau: Der biologische Anbau von Obst und Gemüse in sogenannten Waldgärten bewirkt Nahrungssicherheit und Nahrungssouveränität.

Die Bio-Musterfarm

Wiederbegrünung der Insel Rusinga im Viktoriasee Bernhard meint, der letztmögliche Zeitpunkt Wir haben bei unserem Projekt immer dringender die Notwendigkeit einer Vorzeigefarm gespürt, wo wir Kleinbauern zeigen können, wie angepasste Landwirtschaft aussehen kann: Waldgärten, syntropische Agrikultur, vielfältiger Anbau von verschiedensten Feldfrüchten, Obst-, Dünger- und Futterbäumen mit Erträgen rund um das Jahr, biologische Schädlingsbekämpfung und Düngung mit selbst erzeugten Mitteln, Weidemanagement, Bienenhaltung, Regenwurm-, Insekten- und Kleintierzucht, …..

Die Voraussetzungen dafür sind toll, wir können eine bestehende Infrastruktur nutzen, außerdem gibt’s ein Seminarzentrum und Ausbildungswerkstätten für Tischler und Schneider und Schweißer. Das alles will wachgeküsst werden.

„Der beste Zeitpunkt, einen Baum
zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren.
Der zweitbeste Zeitpunkt ist jetzt.“

Afrikanisches Sprichwort

 

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