„Hunger.Macht.Profite.“ – 10. Filmtage zum Recht auf Nahrung – April/Mai im Internet

(Foto oben:) Bild aus dem Dokufilm „Danke für den Regen“
(© BanyakFilms & DifferMedia, Julie Lillesæter)

„Hunger.Macht.Profite“ –
10. Filmtage zum Recht auf Nahrung
nun ab 4.4. im Internet

Die sehenswerten Dokumentarfilme der abgesagten 10. Filmtage „Hunger.Macht.Profite“ werden nun online gezeigt

Da die Bundesländertour wegen Corona abgesagt werden musste, finden die diesjährigen „10. Filmtage zum Recht auf Nahrung – Hunger.Macht.Profite“ nun im Internet statt. Vom 4. April bis 2. Mai werden die Dokumentarfilme, die gezeigt werden sollten, per Videostream in der Onlinemediathek „Filme für die Erde“ zu sehen sein.

Themenschwerpunkt: Globale Landwirtschaft und Ernährung

Die Filmtage „Hunger.Macht.Profite“ widmen sich alljährlich im Frühling dem Themenschwerpunkt globale Landwirtschaft und Ernährung. Die präsentierten Dokumentarfilme beleuchten kritisch die Ursachen von Hunger in Ländern des Südens, die Zerstörung kleinbäuerlicher Landwirtschaft, die weltweit, auch bei uns, voranschreitet, und den globalen Raubbau an den natürlichen Ressourcen durch Industrie und industrielle Landwirtschaft. Dargestellt werden in den Filmen aber auch mutige und ermutigende Gegenprojekte, ideenreiche Persönlichkeiten und gemeinschaftliche Engagements und Kooperationen in aller Welt, die gegen diese Entwicklungen kämpfen.

Programm der Filmtage und Filmgespräche

Die zur Vorführung bei den Filmtagen geplanten vier Filme sind im Zeitraum (4.4.-2.5.) im Online-Videostream jederzeit abrufbar – gegen eine freie Spende (per PayPal oder Überweisung) im Wert einer Kinokarte. Zu je einem von drei Filmen finden außerdem am 16., 23. und 30. April die vorgesehenen Filmgespräche statt, und zwar nun interaktiv im Internet. Das Programm umfasst die folgenden Filme:

„Danke für den Regen“
(Kenia/Norwegen/GB 2017 – Regie: Julia Dahr u. Kisilu Musya)
– über den kenianischen Bauern Kisilu Musya, der sich sehr rege und kreativ als Klimaaktivist in seiner Gemeinde engagiert, ein Videotagebuch führt und schließlich zur UN-Klimakonferenz reist – [dt. UT]

„Seeds of Profit“
(F 2019 – Regie: Linda Bendali)
– über die Monopolisierung von Obst- und Gemüsesamen durch multinationale Konzerne – [dt. UT]

„Bittere Ernte – Bauern weltweit in Not“
(Schweiz/Kanada 2017 – Regie: Mathieu Roy)
– der Weltmarkt und die multinationalen Konzerne sind zur alles bestimmenden Macht in der globalen Landwirtschaft geworden; ihr Diktat drückt rund um den Globus abertausende Kleinbauern in die bitterste Armut und in den wirtschaftlichen und existentiellen Ruin – [dt. UT]

„Die Bäuerin, das bin ich!“
(Österreich 2018 – Regie: Barbara Weber)
– Christine Pichler-Brix hat einen kleinen Bauernhof in Steinbach am Attersee übernommen, der tausend Euro im Monat abwirft; der Film porträtiert die leidenschaftliche Landwirtin und ihr Engagement gegen das Verschwinden kleinbäuerlicher Strukturen

 

„Globales Ernährungssystem in tiefer Krise“

Veranstalter der Filmtage sind FIAN Österreich, ÖBV – Via Campesina Austria, Attac und normale.at. „Das globale Ernährungssystem befindet sich“, schreiben sie in ihrer Ankündigung der Filmtage, „in einer tiefen sozialen und ökologischen Krise. Diese gefährdet das Leben von Menschen durch Mangel- und Unterernährung und zerstört unseren Planeten. Ein demokratisches Agrar- und Lebensmittelsystem muss die Machtverhältnisse verändern. Nur so können sich solidarische Formen von Konsum und Produktion etablieren und das Menschenrecht auf Nahrung durchgesetzt werden.“

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Artikelbild: Still aus dem Dokufilm „Danke für den Regen“
(zVg: Filmtage „Hunger.Macht.Profite“ / © BanyakFilms & DifferMedia, Julie Lillesæter)

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