Greta Thunberg bei Klima-Demo „Fridays for Future“ in Wien

Greta Thunberg bei Klima-Demo „Fridays for Future“ in Wien

Greta Thunberg, die bereits weltbekannte 16-jährige Schülerin und Klimaaktivistin aus Schweden, war am vergangenen Freitag erstmals zu Gast in Wien bei der Klima-Demo „Fridays for Future“, zu der nach Schätzung der Veranstalter 35.000 Schüler, Jugendliche, Kinder und Erwachsene gekommen waren.

„Aus Sicht der Physik ist es noch möglich, das nötige 1,5-Grad Ziel zu erreichen. Aber nicht, wenn wir so weitermachen wie bisher“, sagte Greta laut Tageszeitung „Standard“ bei der Abschlusskundgebung am Schwarzenbergplatz in Wien. „Wir müssen unsere Lebensweise radikal ändern, um die Emissionen zu stoppen.“ Die äußerste Dringlichkeit des Klimaproblems für die davon in der Zukunft schwer betroffenen jüngeren Generationen würden die heutigen Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft aber immer noch blind ignorieren.

Andererseits wies Thunberg auf das enorme positive Echo der „Fridays for Future“-Bewegung hin: Millionen von Menschen würden weltweit inzwischen auf die Straße gehen, um für den Beginn einer radikalen Klimapolitik zu demonstrieren, die absolut notwendig sei. „Gemeinsam verändern wir die Welt“, so die junge Schwedin.

Welche großen Wellen die von Thunberg initiierte Klima-Bewegung „Fridays for Future“ inzwischen schlägt, verdeutlichen die Zahlen: Am 24. Mai – am Freitag vor den EU-Wahlen – beteiligten sich weltweit rund 1,6 Mio. Jugendliche und Erwachsene in über 1660 Städten in mehr als 120 Ländern an der Freitagsdemo, um „für die Zukunft der Menschheit und radikale Schritte beim Klimaschutz zu streiken“.

Begleitet werden die seit Monaten wachsenden Schülerstreiks mittlerweile von Initiativen Erwachsener; so in Österreich und Deutschland von den „Scientists for Future“, den „Parents for Future“ und den „Artists for Future“. Mehr als 26.800 Wissenschafter und Wissenschafterinnen aus Österreich, Schweiz und Deutschland haben die gemeinsame Resultion der „Scientists for Future“ unterschrieben, die die Schülerproteste „Fridays for Future“ als richtig und wichtig unterstützt: Die Anliegen der Schüler seien „berechtigt und gut begründet. Die derzeitigen Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus“, heißt es in der Resolution der „Scientists for Future“. „Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen.“

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