„Fridays for Future“ in Aachen: Klimademo brachte 40.000 Teilnehmer auf die Straße

„Fridays for Future“ in Aachen: Internationale
Klimademo brachte 40.000 Teilnehmer auf die Straße

Rund 40.000 Teilnehmer aus ingesamt 16 Ländern waren laut Veranstaltern am Freitag nach Aachen gekommen, zur bisher größten Klimademo „Fridays for Future“ in Deutschland. Den Schülern und Schülerinnen, die mit ihrem freitäglichen Schulstreik einen echten, radikalen Klimaschutz durchzusetzen wollen, hatten sich auch wieder viele Erwachsene angeschlossen. Zum ersten Mal war für den Protest in Deutschland auch international mobilisiert worden.

Nicht nur die Lage an der Grenze zu den BENELUX-Staaten, sondern zudem auch die Lage Aachens am rheinischen Braunkohlerevier gab den Ausschlag für die Wahl des Orts für die erste internationale Klimademo von „Fridays for Future“ in Deutschland.

„Die machen mir Hoffnung! Ich könnte“, zitiert die Illustrierte „Stern“ eine der älteren Demo-Teilnehmerinnen, „den ganzen Tag heulen, weil es so schön ist. Weil die total recht haben und mich auch dran erinnert haben, dass ich vor 30 Jahren schon dachte, es ist irgendwie alles Scheiße, und wir sagen alle nichts und gucken zu. Und die machen jetzt den Hals auf und haben uns alle geweckt!“

Teil einer globalen Klimagerechtigkeitsbewegung

Im Vorfeld war vor einer „Instrumentalisierung“ des zentralen Klimastreiks von „Fridays for Future“ in Aachen durch die Braunkohle-Aktivisten von „Ende Gelände“ gewarnt worden. In einer Presseaussendung wiesen die Schüler und Schülerinnen von „Fridays for Future / Germany“ diese Warnung zurück. Darin heißt es:

„Das wöchentliche Bestreiken der Schulen ist ein bewusst gewählter Regelübertritt. Wir erachten zivilen Ungehorsam als legitime Protestform. Er ist zwingend notwendig im Angesicht des Voranschreitens der Klimakrise und des Versagens politischer Akteure, konsequente Klimapolitik zu betreiben. Viele Errungenschaften unserer Gesellschaft, etwa das Frauenwahlrecht, wurden nur durch bewussten, massenhaften Regelübertritt erreicht. Sowohl Fridays for Future als auch Ende Gelände und viele weitere Bündnisse und Akteure sind Teil einer globalen Klimagerechtigkeitsbewegung.“

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