Fridays for Future: Die Schülerbewegung für radikalen Klimaschutz weltweit im Aufschwung

Artikel-Bild: Demo „Fridays for Future“ in Wien (© Fridays for Future Austria)

Fridays for Future: Die Schülerbewegung für radikalen Klimaschutz weltweit im Aufschwung

„Wir lassen uns unsere Zukunft nicht stehlen!“ rief Greta Thunberg bei der Großdemo „Fridays for Future“ vor einer Woche in Hamburg. In Deutschland, Österreich und mehr als 40 Ländern weltweit gewinnt die Schüler-Klimabewegung immer mehr an Fahrt.

Die Schülerbewegung „Fridays for Future“ hat in Deutschland einen neuen Höhepunkt erreicht: Greta Thunberg war vor einer Woche nach Hamburg gekommen. Und 10.000 Schüler, Kinder und Erwachsene gingen mit ihr auf die Straße, um einen radikalen Wandel der Klimapolitik einzufordern. „Wir lassen uns unsere Zukunft nicht stehlen. Und wir werden weiter streiken, bis die Politiker etwas unternehmen“, rief Greta bei der Abschlusskundgebung den Schülern zu. Sie wurde in Hamburg begeistert empfangen, als Ikone der neuen Schüler-Klimabewegung.

Denn sie, Greta Thunberg, die 16-jährige Schwedin, war es, die mit ihrem wöchentlichen „Freitag-Streik“ vor dem schwedischen Parlament die Bewegung „Fridays for Future“ ins Rollen brachte. Und die dafür bis heute jeden Freitag die Schule schwänzt, denn der Klimawandel wird, sagt sie, ihre Zukunft ohnehin zunichte machen, wenn alles so weiterläuft wie bisher.

„Wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!“

Die Schülerbewegung „Fridays for Future“ setzt sich für radikalen Klimaschutz und für Klimagerechtigkeit ein. Und sie hat inzwischen internationale Größe. Auf über 40 Länder weltweit hat sie bereits übergegriffen. Überall dort finden in größeren Städten nun jeden Freitag zur Schulzeit Schülerdemos statt. So in Schweden und Deutschland, aber auch u.a. in Österreich, Frankreich, Schweiz, Belgien, Finnland, Dänemark, Australien und den USA.

Die Begründung der Schüler ist klar und einfach: „Wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!“, sagen sie. Genau das skandierten auch die Schüler letzten Freitag in Hamburg bei ihrer großen Freitags-Demo mit Greta Thunberg. Und sie haben Recht. Denn der heutige enorme Rückstand beim Klimaschutz, den bestimmte Politiker und bestimmte Parteien seit 1990 durch Fahrlässigkeit, Ignoranz und kognitive Inkompetenz verursacht haben, ist wirklich kaum noch aufzuholen.

Wie wir in unserem letzten „Brennstoff Nr. 54“ in drei Artikeln eingehend dargelegt haben, ist der Klimawandel voll im Gange und eine (von vielen Politikern und Medien) weit unterschätzte Gefahr: Wir rasen derzeit auf eine Klimaerwärmung von über +4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 und auf über +6 Grad bis 2200 zu, was katastrophalste Folgen für die gesamte Menschheit hätte.

Ohne einen unverzüglichen radikalen Wandel in der Klimapolitik ist daher die Zukunft dieser jungen Menschen, die sich heute für „Fridays for Future“ einsetzen (2050 sind sie rund 40-49 Jahre alt), in der Tat verloren. Und ganz gewiss und ganz besonders die Zukunft ihrer Kinder.

155 Ortsgruppen in Deutschland

In Deutschland gibt es bereits mehr als 155 Ortsgruppen, in denen sich die Jugendlichen in der Bewegung „Fridays for Future“ mutig und entschlossen engagieren. Es ist bei weitem keine kleine Bewegung mehr. Die größten Demos gibt es dort seit Wochen in Berlin, Hamburg und Düsseldorf. „Wir setzen uns für echten Klimaschutz ein und wollen für unsere Zukunft kämpfen!“, heißt es auf ihrer deutschen Internetseite. Und: „Wir fordern von der deutschen Regierung mehr Klimaschutz und den Kohleausstieg – und zwar nicht erst in zehn Jahren!“

Wien, Linz, Innsbruck, Graz, Salzburg, Klagenfurt

Auch in Österreich sind Schüler bereits als Klimaaktivisten bei „Fridays for Future“ aktiv. Außer in Wien finden inzwischen auch in Linz, Innsbruck, Salzburg, Graz und Klagenfurt Schülerdemos am Freitag während der Schulzeit statt. „Wir sind Schüler und Schülerinnen, Lehrlinge, Studierende und (junge) Menschen aus verschiedenen Teilen Österreichs, die nicht mehr zusehen wollen, wie ihre Zukunft verspielt wird“, heißt es auf ihrer gemeinsamen österreichischen Webseite.

Sie fordern, nun endlich eine „mutige Umweltschutzpolitik“ umzusetzen, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken. Und auch sie finden, dass keine Zeit mehr zu versäumen ist, den notwendigen radikalen Klimaschutz nun endlich anzupacken, da der Klimawandel ihre Zukunft völlig in Frage stellt. Und dass viel zu lange viel zu wenig in der Klimapolitik getan wurde.

Weltweiter Klimastreik am 15. März

Für den 15. März kündigt die Schülerbewegung „Fridays for Future“ nun einen gemeinsamen weltweiten Klimastreik in weltweit mehr als 40 Ländern an. Wohlan! rufen wir vom „Brennstoff“ Euch zu. Möge es viele geben, die mit Euch ziehen! Wir teilen uneingeschränkt Eure Sorgen um die Welt und Eure Zukunft!

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Artikel-Bild: Demo Fridays for Future in Wien (© Fridays for Future Austria)

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