„Ende Gelände“: 6000 junge Klimaaktivisten blockierten rheinisches Kohlerevier

„Ende Gelände“: 6000 junge Klimaaktivisten
blockierten am Wochenende das rheinische Kohlerevier

Für Wirbel und Aufregung sorgten am Wochenende in Deutschland die Klima- und Anti-Kohle-Proteste von „Ende Gelände“ im Rheinischen Kohlerevier bei Aachen. Mehr als 6.000 junge Menschen nahmen insgesamt daran teil.

Tausend von ihnen drangen am Samstag trotz Polizeiaufgebots in den Tagebau Garzweiler vor, um den Kohleabbau zu unterbrechen. Hunderte von ihnen blockierten zugleich die Schienenzufuhr zum Kraftwerk Neurath, Deutschlands größtem Kohle-Kraftwerk. An weiteren Stellen gab es weitere Blockaden.

„Die Klimakrise erfordert einen sofortigen Kohleausstieg“, begründet das Bündnis „Ende Gelände“ die Protestaktionen, die am Sonntag nach 48-stündigen Blockaden beendet wurden. Laut österreichischer „Kleiner Zeitung“ hatte RWE wegen der Aktionen „vier von sechs Produktionseinheiten inklusive Baggern aus Sicherheitsgründen gestoppt“.

Solidaritätserklärung von Oxfam, BUND, Robin Wood u.a.

Eine Solidaritätserklärung mit den „Anti-Kohle-Protesten“ von „Ende Gelände“ im Kohlerevier hatten im Vorfeld u.a. Oxfam Deutschland, der BUND, Robin Wood, die Naturfreunde Deutschlands und das Umweltinstitut München e.V. unterzeichnet. Darin heißt es: „Wir, die Unterzeichnenden, sind erschüttert von der Tatenlosigkeit der Bundesregierung inmitten der größten Krise der Menschheit. Wir können es angesichts der drohenden Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen.“

Die Blockaden der 6000 jungen Klima-Aktivisten von „Ende Gelände“ verliefen fast vollständig friedlich, eben als friedliche Aktion „zivilen Ungehorsams“.

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