DR Kongo: Lage der Binnenflüchtlinge dramatisch. Gelder für humanitäre Hilfe fehlen

Bild oben: Kinder in einem Dorf im Osten der DR Kongo nach einem Mordüberfall
(aktuelles Agenturfoto: @ ALEXIS HUGUET / AFP / picturedesk.com)

Demokratische Republik Kongo
Lage der Binnenflüchtlinge dramatisch
Gelder für humanitäre Hilfe fehlen

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), in den Provinzen Ituri und Nord-Kivu, sind nach erneuten ethnischen Konflikten und bewaffneten Angriffen verschiedener Gruppen seit Juni dieses Jahres weitere 300.000 Menschen auf der Flucht. Es sind vor allem Kinder und Frauen.

Heute, fünf Monate nach den Anschlägen im Juni, leben diese Binnenflüchtlinge „ohne angemessene Hilfe und unter schrecklichen Bedingungen“, teilt das UNO-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit, während „die Angriffe, Morde, sexuellen Gewalttaten und Entführungen“ weiterhin andauern.

Für die humanitäre Unterstützung aller Binnenflüchtlinge in der DR Kongo gäbe es dieses Jahr bislang noch viel zu wenig Gelder, so das UNHCR weiter. Von den benötigten 150 Mio. Euro stünden bislang, jetzt im November, erst etwas mehr als die Hälfte zur Verfügung – nur 57 Prozent.

Laut Radiosender „Deutsche Welle“ gibt es im Osten der DR Kongo rund 160 Rebellen-Gruppen, die zum Teil in Absprache mit Regierung, Politikern, Behörden oder Oligarchen Terror verbreiten. Die prekäre Sicherheitslage im Osten des Kongo behindert derzeit auch die Bekämpfung der Ebola-Epidemie, die dort seit 13 Monaten wütet und bereits mehr als 2000 Menschenleben forderte.

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Dorf im Osten der DR Kongo nach einem Mordüberfall
(aktuelles Agenturfoto: @ ALEXIS HUGUET / AFP / picturedesk.com)

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