Die unglaubliche und doch wahre wunderbare Geldvermehrung/Brotvermehrung

FOTO: Sizi Adams

Die unglaubliche und doch wahre

wunderbare Geldvermehrung/Brotvermehrung

Aus 300,- werden 100.000,-
Es ging so los. Als in unserem Wirtshaus innerhalb kürzester Zeit alle Köche ausfielen, half uns der 71 jährige Karl, ein pensionierter Koch, immer wieder in großer Hilfsbereitschaft und Selbstverständlichkeit. Eines Tages sagte ich zu ihm: “ Karl, danke. Für deine fantastische Hilfsbereitschaft möchte ich dir jetzt einmal 500.- Euro geben“. Darauf Karl: „Kommt gar nicht in Frage. 200.- sind genug um meine Spesen zu decken. Mehr will ich nicht.“ Darauf ich: „Nimm doch alles und verschenk die 300.- an irgendjemanden, der s brauchen kann.“ Darauf Karl: „Das machst du für mich“.

Gandhis Geburtstag
Am selben Tag noch traf ich den Reiner Steinweg, der zum 150. Geburtstag von Mahatma Gandhi ein Symposium in Linz organisierte. Reiner erzählte mir, dass sie für s Symposium viel zu knapp bei Kasse wären. Ich griff in meinen Hosensack und gab ihm 300.- Euro. Dann erzählte ich diese Geschichte in Schrems. Renate wusste, dass ich demnächst Flüchtlingslager in Süditalien besuchen würde. Sie meinte, dort würde ich sicher Leute treffen, die „s“ dringend brauchen würden. Sie griff in ihr Portemonee und gab mir 300.-.

Aisha schreit vor Freude
Im Flüchtlingslager erklärte mir mein Begleiter (der Jesus im kommenden Jesus Film von Milo Rau), „Hier, diese Frau namens Aisha,“ sie sei das Herz vom Ghetto. „Sie gibt denen zu essen, die hungern. Und sie tröstet diejenigen, die Trost suchen. Ich griff in meinen Hosensack und gab ihr 300.- Euro.
Bald darauf erzählte ich diese Geschichte bei einem Vortrag in Cham, in Bayern. Nach dem Vortrag kam einer zu mir und gab mir … erraten? … 300.- Euro. Dann erzählte ich diese Geschichte in unserem Brennstoff Magazin und die Sache/Spirit/Lebendigkeit/ Großzügigkeit … fing so richtig zu laufen an. Schlussendlich kamen rund 100.000.- Euro zusammen.

25.000,- für Casa Sankara
Dort leben Jugendliche, die der Sklavenhaltung in den Ghettos entkommen sind. Sie betreiben als Hilfe zur Selbsthilfe eine Landwirtschaft und eine Schneiderei. Sie ließen einer Freundin aus München wissen, dass sie gerne Stoffe zum Schneidern möchten. Seltsamerweise wünschten sie sich Stoffe einer österreichischen Textilfirma in Vorarlberg. Da fiel mir ein, dass mein Freund Richard Walch, er lebt in Bludenz, die Bosse dieser Firma kenne und ich bat ihn, er möge die Bitte meiner afrikanischer Flüchtlingsfreunde an die Bosse weiterleiten. Bald drauf kam ein Email, Casa Sankara dürfe sich Stoffe im Wert von 7.500 Euro aussuchen.

Freude am Geben
Das Tollste an der Sache jedoch ist dies: Alle, die in Großzügigkeit schenkten und schenkten, genossen auch sich selber. Sie genossen es, Teil einer großen Sache zu sein. Ja, bitte, natürlich genoss es auch ich in diesem Zirkus Drehscheibe sein zu dürfen.

50.000,- für’s Kongo Tribunal
Sieben Millionen Kongolesen haben im Wirtschaftskrieg um die Bodenschätze ihr Leben verloren.

Saatgut für den Garten
Der „Rest“ von den 100.000.- soll Saatgut sein für die Gründung einer Landwirtschafts-Schule in Mali, die die Lebendigkeit der Erde als wichtigsten Lehrinhalt haben wird. Der wichtigste Lehrer wird Tristan Toe sein. Er ist in Mali aufgewachsen, er spricht dort die Landessprache und er betreibt hier bei uns im Waldviertel die wunderbarste Bio-Gemüsegärtnerei der Welt. Er sagt „ich brauche immer weniger Boden für die gleichen Ernteerträge“. Wie macht er das? … er füttert den Boden! … Interesse? … die GEA-Akademie organisiert Seminare mit Tristan Toe. Thema: der lebendige BIO-Garten (Übrigens: Tristan hat auf den 3.500 qm seiner Gärten keine Schnecken, auch für s Unkraut hat er „bequeme“ Lösungen)…

Informationen: GEA – Akademie

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