Die Ideen sterben nicht

FOTO: Karl Heinz Jobst

Die Ideen sterben nicht

„Wehe denen, die ihr Volk knebeln“
Thomas Sankara

Thomas Sankara, eine Lichtgestalt für ganz Afrika.
Er war Präsident von Burkina Faso von 1983 bis 1987. 1987 wurde er ermordet. Da war er gerade 38 Jahre alt. In der Liste der Verdächtigen stand meist Frankreich ganz oben. Ausschnitte aus seinen Reden.

Wagen wir es,
die Zukunft neu zu erfinden.

In seinen knappen Ausführungen zur Umweltkonferenz SYLVA am 5.-7. Februar 1986 in Paris legt Sankara ferner prägnant dar, dass es das Ziel seiner Regierung sei, „den Baum zu retten, die Umwelt und das Leben schlechthin“ (S. 113). Tatsächlich hat sie zahlreiche Schritte zur Wiederaufforstung, zur besseren Wasserversorgung, zum Schutz der Wälder und zur Eindämmung der Wüstenbildung unternommen. Sankara weiß aber auch, dass die maßgeblichen ökologischen Zerstörungen auf das Konto der kapitalistischen Zentren gehen und dort gelöst werden müssen. Der „Kampf für Baum und Wald ist vor allem ein antiimperialistischer Kampf. Denn der Imperialismus ist der Pyromane unserer Wälder und Savannen“ (S.115).

Schulden sind ein Mittel der
Rekolonialisierung Afrikas.

In seinem Statement beim 25. Gipfel der Organisation Afrikanischer Einheit am 29. Juli 1987, der vielleicht bekanntesten Rede Sankaras, ruft das burkinische Staatsoberhaupt seine Kollegen daher auch leidenschaftlich dazu auf, die Verbindungen zum Weltmarkt auf das Nötigste zu reduzieren: Lasst uns „in Afrika produzieren, in Afrika verarbeiten, in Afrika verbrauchen“ (S. 216).

Genossen, ohne die Befreiung der Frauen
gibt es keine echte Revolution.
Mögen meine Augen
niemals eine Gesellschaft sehen,
in der die Hälfte der Menschen
in Schweigen gehalten wird.
Ich höre das Brüllen der Stille der Frauen.
Ich spüre das Grollen ihres Sturms
und die Kraft ihrer Revolte.

„Ich lebe lieber einen Tag als Löwe,
als 100 Jahre als Schaf.“
Thomas Sankara

 

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