Die Erde gehört nicht den Menschen

Artikelfoto: Chief Seattle

Die Erde gehört nicht den Menschen

Der Mensch gehört zur Erde. Was die Erde befällt, befällt auch die Söhne und Töchter der Erde.

Menschen, die einer Kultur des Teilens angehören, sind in einer Welt, die nicht teilt, zum Untergang verurteilt. Der Kapitalismus frisst Leben, und er frisst die, die an nichts anderes denken, als diesem Leben zu dienen, neues Leben zu spenden, Lebensprozesse zu feiern. Die Ureinwohner zelebrieren aber seit einer Million Jahren, vielleicht schon viel länger, nichts als das: bedingungslose Gegenseitigkeit. Der größte Teil der materiellen Versorgung der Indigenen beruht auf Geben, nicht auf Tauschwirtschaft. Die Bedeutung des Schenkens zeigt sich in vielen kleinen Dingen wie den Dankbarkeitsritualen, in denen Indigene zeigen, dass sie das, was sie zum Leben brauchen, als Geschenk empfangen haben, und dafür die Verantwortung übernehmen, es nicht zu verschwenden.

Bei den Indigenen beruht der größte Teil der materiellen Versorgung auf Geben, nicht auf Tauschwirtschaft. Die Bedeutung des Schenkens zeigt sich in vielen kleinen Dingen, wie den Dankbarkeitsritualen, in denen Indigene zeigen, dass sie das, was sie zum Leben brauchen, als Geschenk empfangen haben, und die Verantwortung dafür übernehmen, es nicht zu verschwenden. So verteilt der erfolgreiche Jäger in
manchen Ethnien seine gesamte Beute an die andern und erhält dann von ihnen wiederum etwas zurückgeschenkt – jeweils unter Protest, das Geschenk nicht annehmen zu wollen. Das zentrale Kriterium einer solchen Gabenökonomie besteht darin, dass Privatbesitz in ihr keine Rolle spielt. Jeder, der etwas braucht, wird von der Gemeinschaft versorgt. Großzügigkeit ist ein moralischer und zugleich ein materieller Imperativ. Reichtum wird daran gemessen, ob man genug hat, um es wezugeben (…)

Meine Buben waren noch klein. Vielleicht so sechs, sieben oder acht Jahre alt.
Damals hatte ich ein großes Poster von Häuptling Seattle an der Wand hängen.
Ich sagte zu meinen Söhnen: „So will ich einmal werden.“ Da erschraken sie sehr.
Hei

 

Weiterführendes zum Thema

Artikel dieser Ausgabe
Sören Kierkegaard

Der Zirkus brennt

1 Minute

Marlene Limburg

Das Glück

2 Minuten

Brennstoff Redaktion

Die Hoffnung

2 Minuten

KommentarProf. Dr. Maximilian Moser

Gesundheit bilden oder nur Krankheit verhindern?

6 Minuten

Brennstoff Redaktion

Die Erde gehört nicht den Menschen

2 Minuten

Franz Paul Horn

Über die Grenzen

3 Minuten

Das Einzige,

1 Minute

Alexander Behr

Es ist fünf nach zwölf

3 Minuten

Brennstoff Redaktion

The times they are a-changin'

2 Minuten

Brennstoff Redaktion

Schande Europas

2 Minuten

Brennstoff Redaktion

Wir schaffen das

1 Minute

Brennstoff Redaktion

Das Recht auf Gleichheit

2 Minuten

Brennstoff Redaktion

Die Ideen sterben nicht

2 Minuten

Brennstoff Redaktion

O, schafft Stille!

1 Minute

Durch die Seitennutzung stimmen Sie der Verwendung eines Cookies zu. Info dazu

Wir verwenden ein übliches, standardisiertes Cookie und nutzen es nur in der einfachsten Form: Es zählt, wie oft eine einzelne Seite des Brennstoff aufgerufen wird. Unser Cookie wird für keine anderen Zwecke verwendet. – Die Redaktion

Schließen