Bienenschutzgarten: Welch unfassbarer Zauber! Staunen und Lernen von den Bienen | von Heini Staudinger

Bienenschutzgarten 2019

Welch unfassbarer Zauber!
Staunen und Lernen von den Bienen

von Heini Staudinger

Schau dir das obige Bild noch einmal an. Welch unfassbarer Zauber! Wunderbar, – und wie zum Hohn heißt diese Biene nicht „Wunder“: sondern schlicht und einfach „Honigbiene“. Oft sagt man einfach „Arbeitsbiene“. Eine der ganz wichtigen Proletarierinnen im Königreich der Natur.

Aristoteles sagte einmal, das Staunen sei der Anfang des Denkens. Offenbar will die Natur uns beim Staunen helfen. Und nehmen wir an, Aristoteles hätte recht, dann könnte uns ja das Staunen zum Denken bringen. Ich spüre, dass ich es fest glaube, dass durch das tiefe Berührt-Sein ein ganzer Prozess in Gang gesetzt wird – vom Staunen, – zum Denken, – zum Handeln. Wenn dieser Prozess tief in unserem Inneren verwurzelt ist , dann sind wir nicht mehr so leicht lenkbar und sind viel eher bereit das Schöne zu verteidigen.

Von den Bienen könn(t)en wir viel lernen. Unermüdlicher Fleiß, kluge Arbeitsteilung, vorbildliche Zusammenarbeit und, wie sollte es anders sein: ihre Arbeit dient – wie beim Menschen auch – der Selbsterhaltung und der Erhaltung ihrer Art. Die Arbeit der Bienen jedoch steht immer auch im Dienst des Größeren Ganzen. Von den Menschen kann man das ganz und gar nicht behaupten und doch könnte es so schön sein – die moderne Hirnforschung bestätigt, dass es für uns Menschen das Schönste und Beglückendste ist, wenn wir unser Tun und Wirken als etwas Sinnvolles erleben dürfen, als etwas, was über unsere Begrenztheit hinausreicht. Das heißt, wenn wir von den Bienen lernen und Gutes tun wollen, dann sollen wir das, was wir tun, nicht nur für uns, sondern immer auch als Dienst für das Größere Ganze tun. Denn dort schlummert unser Glück. Dieses Glück wollen wir wecken.

Dass es den Bienen in unseren Breiten nicht gut geht, sagt viel aus über die Kaputtheit unseres Lebensstils und die Zerstörungskraft unserer bewusstlosen Konsumgesellschaft. Trotzdem ist es so (oder vielleicht gerade deswegen), dass etwas Neues im Wachsen ist. Denn die Gruppe der Menschen, die in diesem Wahnsinn nicht mehr mitmachen will, wird immer größer.

Angesichts der Bienen sagt Anton Erlacher vom Bienenschutzgarten: „Es ist höchste Eisenbahn“. Und Anton redet nicht nur, gemeinsam mit dem Bienenschutzgarten-Team und den Mitgliedern arbeitet er unermüdlich für den Bienenschutz. Und mit dem Bienenschutzgarten zeigt er uns allen, was auch wir für die Bienen tun können.

Immer, wenn wir für die Bienen was Gutes tun, tun wir es auch für die Genesung unserer Gesellschaft.

Das meint im Ernst
Dein/Euer Heini Staudinger

*****

 

Der Artikel ist abgedruckt in der Broschüre „Bienenschutzgarten 2019“.

weitere Infos unter: www.bienenschutzgarten.at

Auch GEA unterstützt den Verein „Bienenschutzgarten“.
Die GEA-Akademie bietet Imkerei-Kurse von Anton Erlacher (Bienenschutzgarten) an:
„More than honey – Die wesensgemäße Bienenhaltung“
.

Anton Erlacher ist außerdem Gast-Referent beim GEA-Pfingstsymposium 2019.

 

Foto: Nauhardt / istockphoto

 

 

 

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